Kaninchen und Kinder 

Kinder mögen Kaninchen. 
Aber wie ist das mit den Kaninchen? Mögen sie Kinder?

Für unsere Kaninchen kann ich ein klares "Jein" sagen.


NEIN, denn unsere Kaninchen hassen es, den Boden unter den Füßen zu verlieren. 

NEIN, denn unsere Kaninchen möchten nur dann angefasst werden, wenn sie dazu Lust haben.

NEIN, denn unsere Kaninchen mögen keine lauten Stimmen und hektische Bewegungen.


JA, denn unsere Kinder warten auf die Kaninchen, meist mit Leckereien in der Hand und sie wissen, welche Vorlieben die Kaninchen haben. Henriette frisst am allerliebsten Weidenzweigen, die mit den schmalen, dünnen Blättern Und Mex tut fast alles für ein kleines Stück Banane.

JA; denn unsere Kinder haben gelernt die Körpersprache der Kaninchen zu deuten.

JA, denn unsere Kinder sorgen, wenn es  ihnen zeitlich möglich ist, für die Versorgung der Kaninchen. Sie pflücken Gräser und ihnen bekannte Kräuter, sie sorgen für den morgentlichen Aufschluss und ja nach Jahreszeit auch für den abendlichen Einschluss, sie säubern das Gehege und wenn es die Kaninchen gerne möchten, werden sie natürlich auch gerne gekrault.


Bevor wir unser erstes Kaninchen aufgenommen haben, war uns innerhalb der Famile klar, dass die Kaninchen nach draußen gehören und ein Gehege brauchen, indem die Menschen die Tiere besuchen können. Die Kaninchen sollten die Wahl haben, ob sie Kontakt möchten. Gleichzeitig sollte das Gehege aber auch so komfortabel für Menschen sein, dass dort ein längerer Aufenthalt ohne große Anstrengungen möglich ist, denn nur dann kann man mit Ruhe und Geduld ein entspanntes Verhältnis zu den Tieren aufbauen (dies gilt dabei nicht nur für die Kinder).

Ob Kinder und Kaninchen gut zu einander passen hängt von den folgenden Aspekten ab.

Alter: Kinder müssen erkennen, dass die Kaninchen Lebewesen sind, die ihre eigenen Bedürfnisse haben, auf uns Menschen angewiesen sind und eben keine Kuscheltiere.

Tiere, die auch mal einfach nur beobachtet werden, wenn sie sich gegenseitig putzen oder Bocksprünge machen.

Unsere Kinder sind mittlerweile in der Pubertät angekommen, und auch wenn sonst über jede Beteiligung im Haushalt lange diskutiert wird, werden die Fellnasen ohne nmit Zweigen und Wiese versorgt, das Wasser kontrolliert und die Köttel aufgesammelt.

Einstellung der Eltern: Wir, als Eltern, leben vor, wie wir mit den Kaninchen umgehen. Natürlich liegt die Hauptverantwortung für die Tiere bei uns. Denn wenn die Kinder es mal nicht schaffen, die Tiere zu versorgen, müssen wir Eltern das gewährleisten. Denn wir haben die Tiere bei uns aufgenommen. Zudem kümmern wir uns um die Tierarztbesuche und die Beschaffung von Futter und Gehegeinventar.


Kaninchen sind tolle Haustiere, wenn sie artgerecht als Kaninchen gehalten werden und nicht als Kuscheltier in einem viel zu kleinem Käfig mitten im Geräuschpegel der spielenden Kinder im Kinderzimmer. 
Die Kaninchen müssen auch schöne Tage haben, wenn es das Kind mal nicht schafft, sich lange mit ihnen zu beschäftigen. Und viele Kinder haben kaum noch Zeit für sich durch Schule und Hobbys, da dürfen die Kaninchen nicht drunter leiden. Dafür sorgt die artgerechte Haltung, denn noch lieber als mit einem Kind kuscheln Kaninchen mit einem anderen Kaninchen.
Mit Kaninchen kann man viel erleben, viel lernen und Kaninchen sind verschwiegen. Laut unserem Sohn, erzählen sie es nicht weiter, dass Mama mal wieder doof war. Dafür sind die Kinder dankbar und machen sich gerne auf die Suche nach der richtigen Weide oder teile ihre Banane.


Einen wundervollen Kaninchenratgeber für Kinder gibt es vom Kaninchenschutz e.V. hier

Erzählt mir doch gerne, wie eure Kinder und Kaninchen zusammenleben.


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